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Dienstag, 22. April 2014 - 14:10 Uhr

Ein bisschen Geschichtskunde.....

 

.....kann doch nicht schaden, oder ? 

 

Am Karfreitag machten sich Pabstens auf den Weg zum Südkap. Mamsen wollte schon längst mal wieder hin und da die Wettervorhersage traumhaft war, war die Sache schnell beschlossen (obwohl es zum Fotografieren ja nichts Schlimmers als strahlendblauen Himmel gibt.......ich es aber nicht wagte meinen Männern vorzuschlagen doch bereits um 3 Uhr morgens aufzustehen um dann die Morgenstrahlen am Kap zu genießen.....man hätte mich vermutlich für verrückt erklärt).

 


Doch zurück zum Kap und zum Leuchtturm von Lindesnes......um ein bisschen Geschichte kommt ihr mir nicht drumrum.....grins


Lindesnes Fyr ist Norwegens erstes und südlichstes Leuchtfeuer. 1655 wurde es zum ersten Mal gezündet und war seither immer ein sehr wichtiges Signal für die Seefahrer.


Der Bau für den Leuchtturm zog sich damals allerdings etwas hin da die drei Schiffe, welche Baumaterialen bringen sollten, aufgrund der Herbststürme mehrere Wochen benötigten. Ebenso das Schiff aus England, das die Kohle liefern sollte, war länger als geplant unterwegs. Und so dachten sich die Norweger einen Notfallplan aus und errichteten notdürftig einen 3-geschossigen Holzturm und stellten 30 Kerzen hinter die Bleiglasfenster.


Dies war natürlich nicht gerade das Gelbe vom Ei und wenig hilfreich, ebenso das Kohlefeuer welches später dann endlich gezündet werden konnte.....entsprach nicht so ganz den Erwartungen der Seefahrer. Daher wurde das Leuchtfeuer bereits 1 Jahr später schon wieder eingestellt.

Erst 69 Jahre später wurde wieder ein Kohlefeuer in Betrieb genommen und bestand dann aber nur aus einem offenen Feuertopf.

Im Jahre 1822 aber wurde das Feuer endlich wieder in ein geschlossenes Kohlefeuer umgebaut, diesmal in einem Lampenraum auf einem gemauerten Fundament - und nach weiteren Erweiterungen in den folgenden Jahren konnte dort 1854 auch die erste Linse in Einsatz genommen werden.

1915 entstand dann der Gußeisenturm – der heute noch steht – und die Linse nahm Einzug in diesen neuen Turm.

 

Der Leuchtturm steht heute für Besucher offen, ebenso die ein oder andere Ausstellung und Museum. Neben dem Leuchtturm sind auf dem Gelände auch einige gut erhaltene Bunker (aus Kriegszeiten) zu finden


Unsere Kids waren auf alle Fälle einige Stunden gut beschäftigt, da die Leute vom Leuchtturm zu Ostern immer eine Eiersuche arrangieren. Man musste ein Osterei sowie zwei kleine gelbe Plastikentchen finden.......und das Gelände ist groß......sehr groß......da ist man schon eine Weile beschäftigt wenn man was finden möchte.


Felix und Florian waren auch schon nah daran aufzugeben, als sie plötzlich zwei Männer zufällig „belauschten“, die sich über die Verstecke der Enten unterhielten. Für Felix und Florian war natürlich klar, die Beiden mussten verfolgt werden. Und so war es dann ein Leichtes.....sie konnten beobachten wo die Männer die Enten versteckten....und schon wurden diese von unseren Jungs eingesammelt. Als Gewinn gab's dafür zwei Jahreskarten für den Leuchtturm.


Somit hatten wir also alle einen schönen Tag, genossen die Sonne und die schöne Landschaft und kehrten zufrieden am Spätnachmittag nach Hause zurück.

 

Ach ja.....es ist kaum zu glauben wieviele Deutsche denn zu Ostern bereits nach Norden reisen. Auf der Rückfahrt nach Kristiansand kamen uns am Nachmittag (die Fähre hatte vermutlich gerade angelegt) jede Menge deutsche Autos entgegen. Die Touristensaison hat wohl begonnen.

 

Noch kurz zum Schluss - den Rest der Osterfeiertage durften wir mit viel Ruhe und Gemütlichkeit genießen, Schokoeier nicht zu wenig, zum Ostersonntag gönnten wir uns ein Lunchbuffet, die Jungs sind weiterhin fleissig ihrer neuen Paddel-Leidenschaft nachgegangen, zwischendurch immer wieder Angelausflüge oder Spaziergänge durch Wald und Pampa oder wir tankten einfach nur Osterbräune bei traumhaften Osterwetter. 

Aber Morgen (Mittwoch) muss der Nachwuchs wieder in die Schule und sogar Mamsen darf diese Woche noch drei Tage arbeiten gehen. Servus ! 

 

  

  

  

  

 

  

 ....und wie man sieht - ein paar Meter sind es schon vom Süd- bis zum Nordkap 

(übrigens....Slettenes Fyr ist der nördlichste Leuchtturm des europäischen Festlandes)

 


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