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Dienstag, 29. Oktober 2013 - 09:50 Uhr

Damals in Island........Teil 8

 

07.07.  -  Wieder einmal hieß es Köfferchen packen und Unterkunft wechseln. Und da an diesem Morgen die Sonne bereits in den Himmel stieg, stieg natürlich auch gleich unser Drang nach Neuem, also mussten schnell ein paar Sehenswürdigkeiten her.

 

Micha steuerte unseren Flitzer also erst mal wieder Richtung Skogarfoss den wir ja, aufgrund der Regenfälle neulich, links liegen ließen und dafür ins Museum gingen.

Nun aber wurde dieser ausgiebigst bewundert, Bilder von allen Seiten gemacht, der Wanderweg der sich seitlich daran hochschlängelt erklimmt, die gigantische Aussicht von oben bewundert (und man sieht weit......bis an die Küste und zu den Westmännerinseln) und sind dann noch ein Stück den Zufluss des Wasserfalls entlanggeschlendert. Schön gemütlich eben....

 

 am Skogarfoss

 

 

 

 am Zufluss des Skogarfosses

 

 

Da aber noch mehr auf dem Tagesprogramm stand, ging’s dann doch wieder auf die Ringstrasse und Richtung Süden. Und wenn Mamsen nicht die Einfahrt zu der Piste verpasst hätte die zum Flugzeugwrack führt, so hätten wir also auch noch die Überreste einer Douglas C117-D am Strand bewundern können (dieses Flugzeug von der US Navy musste 1973 dort notlanden). Aber wie gesagt, ich hab den Weg nicht gesehen, wobei solche Pisten ja auch nicht wirklich markiert sind. Zum Umdrehen und Suchen war zu wenig Lust vorhanden. Also lieber munter weitergefahren, immer wieder die Landschaft Islands bestaunt und dann schliesslich am südlichsten Punkt Islands die Küste angesteuert.

In der Nähe des Ortes Vik befinden sich Dyrholaey und Reynisdrangar, schroffe aber sehenswerte Felsklippen am südlichsten Punkt Islands. Und dazwischen wunderbare schwarze Sandstrände.

 

Wir begannen unser Sightseeing bei Dyrholaey und Felix und Florian hätten sich wieder ewig dort aufhalten können. Ja, ich und meine Kamera natürlich auch.....

Aber wie üblich meldete sich auch irgendwann der kleine Hunger wieder und wir sind die wenigen Kilometer in den Ort Vik gefahren um dort im Kaffi zu schmausen. Und nach einer leckeren Stärkung, die aus Pizza und Nuggets bestand, besorgten wir noch einige Lebensmittel und steuerten auch noch die Tankstelle an, denn auch Grand Vitaras haben mal Durst. Und während Micha sich also um’s Benzin kümmerte und ich so gelangweilt im Auto saß und die Leute beobachtete, entdeckte ich einen Souvenirladen, einen groooossen Souvenirladen, zweistöckig wohlbemerkt !

Klar, daß Felix und Florian auch einen Blick riskieren wollten. Dort gab’s aber nicht nur den üblichen Souvenirkram wie kitschige Tassen mit Geysir drauf oder Schlüsselanhänger an denen Papageientaucher baumeln, sondern dort gab’s auch Outdoorklamotten und handgestrickte Islandpullis. Und so war klar, daß Mamsen etwas mehr Zeit brauchte........wisst ja….....wenn Frauen mal beim Shoppen sind.....

Zeit genug jedenfalls, daß Micha auch noch das Auto waschen konnte !   Übrigens.....hier ein weiterer Pluspunkt für Island.....man kann an fast allen Tankstellen GRATIS sein Auto waschen ! Wo gibt’s sowas noch in D oder N ??


Doch um nochmal auf’s Shopping zurückzukommen, Mamsen gönnte sich einen Islandpulli !  ( ja ich könnt den natürlich auch selbst stricken.....mach ich auch irgendwann wenn ich mal mehr Zeit habe, doch bis dahin tut’s auch der aus Island)

 

 am Kap Dyrholaey

 

  

Achtung Welle -  die Kids vergnügen sich am schwarzen Strand

  

 Blick vom Kap Dyrholaey rüber zu den Felsnadeln von Reynisdrangar

 

Also......wir fuhren dann wieder an die Klippen, aber diesmal zu den Felsen von Reynisdrangar. Auch hier war die Küste einfach faszinierend, jede Menge Basaltsäulen und große Wellen am Strand. Lange hielten wir uns diesmal nur nicht auf, weil plötzlich das Bedürfnis nach einer Toilette da war (ich war’s diesmal nicht !) und wir also zurück in den Ort mussten. Und so beschlossen wir auch gleich die Weiterfahrt in unsere neue Behausung anzutreten.

 

Diese lag noch ca. 45 min hinter Vik in der Pampa und wir fuhren nun ein Stück die Südküste entlang, die wiederum den Anschein hat, als würde sich hier einfach nur “Nichts” befinden. Entweder man hat kilometerweite Lupinenfelder neben der Strasse, kilometerweite Sanderflächen, oder kilometerweite Lavafelder. Alles macht trotzdem einen faszinierenden Eindruck.

Als wir nach einer Weile wieder mal von der Ringstrasse abbiegen mussten, führte uns der Weg in ein herrliches idyllisches Tal. Also Mamsen war begeistert - ein in saftigem Grün gehalten, idyllisches und einsames, nur mit Islandpferden und Schafen dekoriertes Tal ! Isländisch eben !

Nur Michi begann immer mehr zu zweifeln ob er denn jemals wieder was von der Zivilisation sehen würde…..den der Weg führte ja schon wieder ins Nichts.

Unsere neue Bleibe befand sich auf der Giljalandfarm und die kann ich allen Islandtouristen nur empfehlen. Wunderschöne Lage am Hang mit Blick über’s Tal (wie oben beschrieben), total gemütliche Hütte (hab noch nie ein so gut ausgestattetes und sauberes Ferienhaus gesehen), sehr nette Vermieter die dort in der Einsamkeit mit sieben Islandpferden und einem Hund leben. Trotz dem Nichts drumherum - einfach schön !

Michi meinte nur, wenn er nun das Bier und die Chips für den TV-Abend vergessen hätte und deswegen nochmal zur nächsten Tanke müsste....so wäre er wohl an die zwei Stunden unterwegs.........also vergessen darf man in diesem Lande nichts.

 

Den Rest des Tages haben wir damit verbracht, die Umgebung der Farm zu Erkunden.

 

 Fortsetzung folgt ......

 

 die Klippen von Reynisdrangar

  

 Basaltsäulen

 

 unsere Unterkunft auf der Giljalandfarm

 

 übrigens.....der da so schön weiss strahlt.....ist der berühmte Eyjafjallajökull

  

 an der Südküste Islands.......herrliche Weiten.....mit riesigen Lupinenfeldern 

 

 ......oder gigantischen Lavafeldern neben der Strasse

 


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Sonntag, 27. Oktober 2013 - 13:30 Uhr

Damals in Island........Teil 7

 

 

06.07.  -  Für diesen Tag erhoffte ich mir perfektes Wanderwetter, denn ich wollte soooo gerne ins Hochland nach Landmannalaugar fahren. Nur leider kommt es immer anders als man denkt und so begann dieser Tag ganz schön isländisch !  Grau und regnerisch.

 

Ich kann auch gerne noch verraten warum ich so gerne dorthin wollte......ich hatte schon viele wunderschöne Bilder von der Gegend gesehen und den "bunten Bergen" (wie ich es insgeheim immer nenne). Bunt deswegen, weil die Berge dort (man findet viel Rhyolithgestein) in den schönsten Rot-, Braun- und Goldtönen leuchten.....wenn eben die Sonne draufscheint. Und genau dieses Schauspiel wollt ich nur zu gerne mal sehen.

 

Nun haben wir versucht einfach mal positiv zu denken, haben uns gesagt daß die Vorhersage ja nicht stimmen muss (tut sie doch sonst auch nicht), und sind trotzdem los. Im Gepäck eine große Portion Zuversicht !

Ein bißchen neugierig waren wir auch weil wir ja vorher noch nie auf Islands Pisten (also im Inland) gefahren sind und man hörte ja schon die gruseligsten Geschichten, von wegen "in Furten steckenbleiben" und ähnliches.

Und wichtig ist auch, daß man sich an die isländischen Regeln hält und die Hochlandpisten wirklich nur mit Vierradantrieb befährt. Und was die Furten betrifft, Mamsen hat natürlich eine Route gewählt auf der bis Landmannalaugar keine einzige Furt zu bewältigen ist, erst kurz vor diesem Camp sind zwei davon, die aber notfalls auch zu Fuß über kleine Holzbrücken zu überqueren sind.

 

Also - während der ersten Stunde Autofahrt gings noch ganz gemütlich dahin........es handelte sich zwar teilweise auch hier um einen Schotterweg, aber immerhin noch ohne die berüchtigte Wellblechausführung.......nur die Umgebung wurde immer einsamer und einsamer und manchmal sah man einfach Nichts.

 

Auf halber Strecke dann, bevor wir ins endgültige Nichts abbiegen wollten, gönnten wir uns am Hochlandcenter (übrigens die letzte Tankstelle vor diesem Nichts) noch einen Kaffee.

Schliesslich wollten wir aber den Rest in Angriff nehmen und zuckelten weiter. Hier kann man nun wirklich von “zuckeln“ reden, denn nun war die Piste richtig holprig (Waschbrett vom Feinsten) und man kam immer weiter höher in Richtung Gebirge.

Übrigens.....die Farben im Hochland wirken sogar bei grauen Wetter faszinierend.....in weiter Ferne konnte man immer die Berge im schönsten Grün leuchten sehen, so dass man eigentlich der festen Überzeuging war dort würde gerade die Sonne drauf scheinen. Dem war aber nicht so wie wir später feststellen durften. Das Grün war einfach nur so extrem Grün, dass es einen täuschte.

Auf alle Fälle war es interessant durch diese einsame Gegend zu fahren, teilweise kam man sich vor wir auf einer Mars-Expedition, weit und breit einfach Nichts - Nix - Nada - Niente - Ingenting !!

Auf der Fahrt durch das Nichts 

  

ein Stausee im Nichts

 

Plötzlich jedoch tauchte in diesem "Ihr-wisst-schon" (Nichts) aber ein Tal auf und wir hatten unser Ziel vor Augen. Nun kam die große Frage.......furten wir.....oder doch lieber nicht ???  Doch diese beiden Furten sahen im momentanen Regen nicht wirklich einladend aus - eher so als würden sie gleich überkochen…….!  Und Mamsen, die ja überall immer nur mit dem Schlimmsten rechnet und das gute teure Mietauto in dieser Furt schon davonschwimmen sah......hat ihren Michi auch gleich absolutes Weiterfahr-Verbot erteilt. Lieber die letzten 10 Min. zu Fuss bis ins Camp !   Ich glaube allerdings daß Michi das Furten nur zu gerne probiert hätte..…..!

 

Und wisst ihr was nun das Beste war ?  Wir hatten eben unser Auto geparkt, so kam die Sonne raus !  "Wie schön" dachten wir.......von wegen “wenn Englein reisen und so“.......da wusste ich aber noch nicht daß es wieder anders kommen würde.

 

Wir also raus und losmarschiert. Gleich mal den Proviant-Bus angesteuert (in diesem Camp stehen zwei uralte grüne Busse die umfunktioniert wurden, der eine zum Kiosk, der andere als kleiner Aufenthaltsraum wenn man mal nicht im Regen stehen möchte) denn unser Nachwuchs hatte natürlich schon wieder diverse Essensgelüste !  Und da niemand auf Mamsen ihre selbstkreierten Stullen Lust hatte, spendierte ich eben was vom Kiosk und mit den Leckereien setzten wir uns in den zweiten Bus um dort in Ruhe zu schmausen.


Und ? Könnt ihr Euch schon denken was dann kam.....? Ja ! Während wir genussvoll unsere Brotzeit mampften…....kam der Regen zurück.

Ich sags euch Leute, ich war sowas von sauer auf mich selbst, daß ich nicht zuerst bißchen rumgewandert bin, die herrliche Natur und die farbenprächtigen Berge bewundert habe und wenigstens ein paar wenige Bilder von der herrlichen Umgebung gemacht habe, als mich um die doofe Brotzeit zu kümmern. Boah.....ich war sowas von angefressen...

 

Natürlich haben wir auch die Regenhosen im Auto gelassen, schließlich schien ja die Sonne beim Aussteigen, wozu soll man also Regenklamotten mitnehmen, und so wurden wir nun so richtig nass.

Und ja....kann mir schon denken was ihr jetzt denkt......ein nach Norden Ausgewanderter, halbwegs vernünftig denkender Mensch, müsste eigentlich wissen, daß das Wetter minutenschnell wechseln kann, und man doch immer entsprechend vorbereitet sein sollte.....   Na gut, da sieht man wohl, daß wir uns noch nicht zu 100% den nordischen Gepflogenheiten angepasst haben........

 

Doch zurück zu der äußerst nassen Situation in Landmannalaugar.......wir hatten noch ein Weilchen gegrübelt ob man einfach abwarten sollte, der Regen könnte ja vielleicht doch wieder von Dannen ziehen, und evtl. hätten wir dies auch gemacht wenn nicht so viel Leute unterwegs gewesen wären. Die Hütte vom isländischen Alpenverein jedoch war mehr als voll, alle wollten im Trockenen stehen, und so haben wir uns doch für die Rückfahrt entschieden. Allerdings mussten wir im Auto erstmal alle die Hosen und Socken wechseln.......

 

Die Rückfahrt war trotz des grauen Wetters aber genauso interessant, schließlich sieht man ja nicht alle Tage was vom "Ihr-wisst-schon" und oft genug musste Michi wieder auf die Bremse steigen weil Mamsen einen verzückten Schrei von sich gab......und mittlerweile weiss er ja, dass dies nur eines bedeutet - ein Motiv ! Leider sind die Bilder von dieser Gegend und dem Nichts alle mit Regentropfen dekoriert, ich kam mit dem Trockenwischen der Linse gar nicht mehr hinterher.

 

Den Rest des Nachmittags haben wir uns in die Unterkunft zurückgezogen und trockengelegt.  Am Abend genossen wir dann wieder einen Restaurantbesuch....….hier konnte man es sich ja gönnen !

 

Übrigens - zwei Dinge die ich noch kurz nebenbei erwähnen möchte…..

In diesem absoluten Nichts im Hochland funktionierte sogar erstaunlicherweise das Handy !  Man bekam ohne Weiteres eine Verbindung ! (möchte hier aber anmerken, da dies nicht für das komplette Hochland gilt)

Desweiteren kann man in diesem absoluten Nichts mit Karte zahlen !!  War doch sehr überrascht, als ich unsere Brotzeit am Kiosk (also in dem umgebauten Bus) mit Karte begleichen konnte !

Da dürfte man sich in Deutschland mal ein Beispiel nehmen………als wir nämlich vor wenigen Wochen kurz in Kiel waren, wurde ich tatsächlich von zwei Geschäften abgewiesen weil ich kein Bargeld hatte. Als ich meine Visakarte zückte und damit vor deren Nase wedelte, sahen die mich nur ganz erstaunt an.

Man kann also nicht mal in Deutschland überall mit Karte zahlen !!!  Dafür aber im isländischen Nichts !!!   Wenn das mal kein Pluspunkt für Island ist ?!

 

Reicht für heute mit dem Nichts, oder ???    Aber hier noch viele Bilder - wenn auch keines ohne Regentropfen !    

Fortsetzung folgt.....

 

....ratlos vor der Furt.....diese sah nicht gerde einladend aus.....

  

 ....bei nachlassendem Regen wirkte dies nicht  mehr ganz so drastisch....

 

 .....trotzdem lieber zu Fuß überquert.....(das Dunkle ist übrigens ein riesen Lavafeld)

  

  

 bei aufkommenden Sonnenschein sah es schon fast freundlich aus....

  

 ...und die Laune steigerte sich sogleich.... 

 

 

 

  

 

 

 auch die Rückfahrt im Regen war interessant

  

  


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Sonntag, 27. Oktober 2013 - 12:30 Uhr

Damals in Island........Teil 6

 

05.07. - Der nächste Tag begann etwas wechselhaft, mal schien die Sonne durch die Gardinen, mal hörte man den Regen leise vor sich hin tröpfeln…..

So wurde bei einem ausgiebigen Frühstück erstmal überlegt, ob und was man unternehmen könnte. Zur Auswahl standen eine Fahrt ins Hochland nach Landmannalaugar oder eine Tour zu zwei Wasserfällen. Letztendlich gewannen die Wasserfälle, da der Wetterbericht für das Landesinnere nicht gerade rosig aussah.

 

Erste Station also der Seljalandsfoss, der Wasserfall den man auch von der Rückseite bewundern kann. Der Weg dahinter ist zwar sehr glitschig und man muss ganz dolle aufpassen, auch sollte man hier wieder eine Regenjacke oder ähnliches überziehen aufgrund der Gischt, aber es ist schon ein tolles Gefühl wenn die enormen Wassermassen vor einem runterstürzen und man durch die Wasserschleier hindurchsieht.

Klar daß Mamsen ausgiebigst auf den Auslöser drückte, auch wenn das Wetter für das Fotoshooting hätte besser sein können. Insgeheim hatte ich mir auch vorgenommen am Abend nochmals zurückzukommen, da das Licht und die Stimmung in der Abendsonne sicherlich am Schönsten wären.

Der Wasserfall muss im Dunkeln wohl auch beleuchtet sein, wovon man natürlich zur Sommerszeit nicht viel sehen kann, da es ja rund um die Uhr hell ist. Aber im Winter, wenn dann auch Schnee und Eis herrscht, sicherlich ein toller Anblick.


Weiter gings dann zum Skogarfoss, jedoch…...plötzlich schlug das Wetter um und zeigte sich so richtig isländisch !

Also mal ganz spontan wenige Meter vor dem Foss die Richtung geändert, denn nur wenige hundert Meter entfernt liegt ein Heimatmuseum.  Na und wenn ein Museum nicht genau die richtige Alternative für Schlechtwetter ist…….was dann ??

 

Die alten, aber wunderschönen Hofgebäude haben wir nur im Schnelldurchlauf bewundert, aufgrund der Nässe die von oben kam, uns dafür aber in den Ausstellungsgebäuden etwas ausgiebiger umgesehen. Ganz klar, dass Pabstens anschl. auch die Cafeteria ansteuerten....

 

Da auch später weit und breit kein sonniger Lichtblick am Horizont zu entdecken war sind wir schließlich zurück und haben den Nachmittag gemütlich in unserer Unterkunft verbracht und die vier Wände nur am Abend mal verlassen um Essen zu gehen. Was in Island für uns “Norweger” ein Schnäppchen ist ! Da schmeckt das Essen dann gleich nochmal so gut…..!

Ach ja......aus meinem geplanten abendlichen Fotoshooting am Wasserfall wurde natürlich leider nichts mehr...


Fortsetzung folgt…..

 

 Felix und Florian vor dem Seljalandsfoss

 

der Weg hinter dem Wasserfall

  

 der Blick von der linken Seite.....

 

 ....natürlich gibts auch einen Blick von der rechten Seite....

 

 .....und das Ganze nochmal von Vorne

  

  

 

 

 am Bauernhausmuseum

 


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Donnerstag, 24. Oktober 2013 - 10:25 Uhr

Damals in Island........Teil 5

 

04.07.  -  Heute stand Bettenwechsel auf dem Programm.

Wir hatten uns ja für drei verschiedene Standorte während der Reise entschieden (man will ja nicht nur immer in der selben Ecke rumhängen….) und nun hieß es also Köfferchen packen und weiter zur nächsten Unterkunft.

Doch wollten wir den Tag natürlich nicht nur allein für den Umzug nutzen, sondern haben gleich auf dem Weg zur nächsten Station zwei absolute Island-Highlights miteingeplant.

Daher bogen wir bald von der Ringstrasse (quasi die Hauptstrasse Islands, die rund um die Insel führt) ab und steuerten etwas ins Landesinnere - nämlich zum Geysir. Man kann ja nicht nach Island fahren ohne den berühmten Geysir gesehen zu haben, oder ?

 

Da wir noch halbwegs früh dran waren, war auch der Touristenandrang noch nicht gar so heftig. Dafür jedoch........der Andrang der kleinen isländischen Plagegeister. Die Fliegen fielen an dieser Stelle wieder über uns her und hätten mich auch fast zu einer hysterischen Furie werden lassen. Versteh einer, warum diese Viecher auch ausgerechnet immer mich auswählen ? Felix und Florian hatten auch schnell die Nase voll von den Fliegen und packten ihre Köpfe sogleich in Mützen ein und stülpten vorsichtshalber auch noch die Kapuzen drüber nur daß ja kein Tierchen irgendwo reinschlüpft.  Obwohl man ja eigentlich weiss, daß sie nicht stechen hat man trotzdem ein ungutes Gefühl wenn die Biester wie Torpedos auf einen zusteuern. Doch das Nervigste.....die Plagegeister krabbelten diesmal auch auf meiner Linse rum. Bin nun stolze Besitzerin von ’ner Menge Geysir-Fotos mit kleinen schwarzen Pünktchen drauf !

 

Apropos Geysir, eigentlich wollt ich ja von dem berichten, .....also dieser nennt sich Kleiner Strokkur (kleines Butterfass) und spuckt so ungefähr im 5-7 Minuten-Takt schön brav für Touristen eine Fontäne in die Luft. Diese ist zwar nicht immer gleich hoch, manchmal wird’s nur ein kleiner Blubb und dann hört man nur ein leises “Ooohhh” von den Touristen, doch meist gibt sich der Geysir mehr Mühe, sprüht ca. 20-30 Meter in die Luft, und es erklingt ein kräftiges “Aaaaaaaahhhhhhh” durch’s Gelände (und die Touris sind wieder zufreiden…)!

Also toll ist die Sache mit dem Geysir schon ! Hat auch -trotz Fliegen- Spass gemacht zu beobachten.

 

Doch was brauchen zwei unternehmungslustige Jungs nach solch einer Sehenswürdigkeit ? Genau, was zu Essen. Also noch kurz in das Restaurant eingekehrt, welches mittlerweile vor  Touristen fast aus den Nähten platzte, und nach einer Portion Pommes ging’s schliesslich weiter zum Gullfoss.

 

 hier kommt gleich der Blubb.....

 

 

  

 Felix am Geysir-Gelände 

 

 überall dampft und raucht es.......

 

Der Gullfoss dürfte der wohl einer der bekanntesten Wasserfälle Islands sein. Über zwei Stufen stürzen Unmengen von Wasser in die Tiefe und es herrscht ein enormes Getöse. Es ist wirklich unglaublich welche Wassermassen hier anrauschen und man fragt sich woher denn dies alles nur kommen mag und warum das nicht irgendwann weniger wird.

Ich kann jedem Wasserfall-Besucher das Tragen einer Wind- oder Regenjacke nur wärmstens empfehlen, denn man kommt nicht trocken daran vorbei, so sehr sprüht die Gischt. Doch dafür waren hier auch fast keine Fliegen.....sind wohl wasserscheu die kleinen Biester.

Nachdem wir also dieses feuchte Schauspiel eine Weile beobachtet hatten, suchten wir uns einen Weg der uns zur neuen Unterkunft führte. Ganz klar dass wir aber auch unterwegs noch nach Schönheiten in der Natur Ausschau hielten und so stoppten wir noch kurz am Kratersee Kerid.

 

 

Felix und Florian hatten zwar für diesen Tag die Nase bereits voll von isländischen Attraktionen und verweilten mit ihren Nintendos im Auto, doch Micha und ich umrundeten den Kratersee, dessen Ufer in den verschiedensten Rottönen leuchtete. Da dieser See nicht besonders gross ist war man in 15 Minuten rum.

Übrigens......an diesem See mussten wir zum ersten Mal in Island Eintritt zahlen - was in diesem Lande wirklich nicht allzu oft vorkommt.

 

Schliesslich landeten wir im Ort Hella und somit in unserer nächsten Unterkunft. Und kaum hatten wir eingecheckt fing es auch schon mit Regen an. Doch so lang es nur am Abend war störte uns dies nicht allzu sehr. Tagsüber war es ja trocken und teilweise sonnig gewesen.

 

Fortsetzung folgt........

 

 am Gullfoss 

 

 

 

 

 

 

 

 Kratersee Kerid

 


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Dienstag, 22. Oktober 2013 - 11:20 Uhr

Damals in Island........Teil 4

 

03. Juli……und die Sonne schien bereits seit den frühen Morgenstunden in die Fenster was dazu führte, daß bei Pabstens ziemlich früh schon der Entdeckerdrang zum Vorschein kam.

Eine Umrundung der Halbinsel Snæfellsnes stand auf der Tagesordnung.

 

Snæfellsnes ist eine Halbinsel im Westen Islands wo auch der gleichnamige Gletscher zu finden ist und dieser wiederum ist übrigens weltberühmt geworden durch den Roman von Jules Verne “Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“, da Verne der Meinung war genau dort könnte der Einstieg zum Mittelpunkt sein. 

Auf der Halbinsel gibt es jedenfalls eine Menge zu sehen, faszinierende Landschaften, weisse und schwarze Strände, Vogelklippen, Lavafelder, uvm.

 

Allein die Fahrt vorbei an den unterschiedlichsten Landschaften, in den verschiedensten Farbtönen und Strukturen war schon sehenswert. Und eines kann ich auf jeden Fall sagen - Lava gibts genügend !!! Immer wieder trifft man auf grosse Lavafelder…....und meist sind diese sehr schön mit Moos und Flechten bewachsen.

 

Unser erster kurzer Halt auf dieser Tour war an der kleinen schwarzen Kirche von Budir (der Weiler Budir besteht heute nur noch aus der Kirche und einem Hotel).  Das Kirchlein steht in einsamer Flur vor den grossen Berghängen und bietet auf der anderen Seite einen traumhaften Blick auf Meer und Küste. Nach einem kurzen Rundgang auf dem kleinen Friedhof und vielen “oh-wie-schön” gings weiter nach Arnarstapi, einem winzigem Küstenort. Und hier meine ich nun wirklich winzig, ausser einer kleinen Ansammlung von Häusern war nicht gerade viel zu sehen. Jedoch......beginnt hier ein ganz wunderbarer Küstenweg rüber in den Nachbarort Hellnar. Die Strecke führt 2 km lang an schroffen Küsten vorbei und durch Lavafelder. Man kann verschiedene Seevögel beobachten oder einfach die unterschiedlichsten Gesteinsformationen begutachten. Hier sahen wir auch zum ersten Mal die Basaltsäulen (und  davon gibts nicht gerade wenig in Island) die ja seltsamerweise meist zu 6-Ecken geformt sind.

Jedenfalls war es eine wunderschöne Wanderung und an deren Ende in Hellnar erwartete uns.....na was wohl......ein Kaffi !   Ein ganz schnuckeliges altes Häuschen welches am grünen Hang über einer kleinen Bucht klebt. Und lecker Schokoladenkuchen hatten die…..hmmm…....und der Kaffee wurde in schönen alten Blümchentassen serviert ! Klar, dass ich mich dort wohl fühlte !

Ach ja, nun hätt ichs fast vergessen......an diesem Tag wurde das Wetter noch so wunderschön, daß das Thermometer gegen Mittag auf 25 Grad anstieg. Und das in Island !!  Wir mussten uns immer mehr entblättern, weil wir ganz schön ins Schwitzen kamen.

 

Am meisten faszinierten mich in dieser kleinen Bucht jedoch die Gesteinsformationen, welche dann nach der Kuchenschlacht auch unbedingt untersucht werden mussten und bei Mamsen wieder viele Rufe des Entzückens hervorbrachten. Irgendwie sah es so aus als hätte sich einer die Mühe gemacht viele tausend Gesteinsplatten übereinander zu schichten um so wunderbare Gebilde entstehen zu lassen. Die Natur ist einfach immer wieder faszinierend !

 

 Kirche von Budir

 

 Hier beginnt der Küstenwanderweg

 

 schroffe Felsen bzw. Basaltgestein überall

 

 morgens noch mit zwei Jacken ausgestattet ging's los ......

 

 der Weg führt immer wieder auch durch Lavafelder und bietet einen tollen Blick auf den Snæfellsnes-Gletscher

 

 hier der Gletscher von der Nordseite

 

 abstrakte Felsformationen

 

 Kuchen und Kaffee muß schon sein.....

 

Schliesslich mussten wir uns doch mal von dieser Bucht losreißen und den Rückweg antreten.....wir wollten ja noch weiter um die Halbinsel.

Unser nächster Stopp war dann ein Strand mit Fussbodenheizung !  Ja, ihr habt schon richtig gelesen. Fussbodenheizung ! Am Strand von Djupalonssandur sind die Steine lauwarm. Und während die Kids mal wieder ausgiebigst das Spiel der Wellen verfolgten und ihren Spaß hatten, saßen Michi und ich gemütlich am Strand und genossen sowohl die warmen Sonnenstrahlen als auch die Wärme von den Steinen unter unserem Allerwertesten.

 

Doch auch dieses herrliche Plätzchen mussten wir irgendwann verlassen und so fuhren wir munter weiter und hielten nur noch kurz am Kirkjufell, einem imposanten Berg der ziemlich steil in den Himmel ragt und daher natürlich unbedingt sehenswert ist. Da kann man einfach nicht nur daran vorbeifahren, da müssen Kamera und Tourist natürlich aus dem Auto hüpfen und auf Bilderjagd gehen.

 

Bald jedoch machten wir uns auf den Rückweg, der Tag war lang und vor allem sehr eindrucksvoll und wir alle ziemlich geschafft. Unterwegs noch schnell ein paar Lebensmittel besorgt und so hieß es nach Rückkehr in der Hütte nur noch Entspannen und Baden im Hotpot. An diesem Abend hatte es übrigens noch zu regnen begonnen.


Fortsetzung folgt……...…und übrigens sind auch in der Flickr-Galerie bereits das ein oder andere Bild aus Island zu finden….

 

 auf der Nordseite der Halbinsel mit Blick auf den Kirkufjell

 

 unser Hüpfer vor dem Kirkufjell (hier dann nur noch im T-Shirt) 


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Samstag, 19. Oktober 2013 - 13:40 Uhr

Damals in Island........Teil 3

 

Der nächste Tag (02.07.) begann etwas träg und müde.....


Da wir am Tag zuvor früh auf den Beinen waren und dazu noch sehr spät, aufgrund der Walsafari, ins Bett kamen war uns allen nicht gerade nach neuen Unternehmungen. Daher entschlossen wir uns den Vormittag ganz gemütlich zu verbringen, die Jungs saßen erst vor dem TV und etwas später ging Felix an den Strand um nach den Robben zu sehen und Flori hatte plötzlich Lust den Hang hinter uns zu erklimmen und wanderte mit Papa dort hoch.


Gegen Mittag aber kam schön langsam wieder unser alter Abenteuerdrang zum Vorschein und wir machten uns auf nach Pingvellir - der Versammlungsstelle der alten Wikinger wo sie in der guten alten Zeit über so manchen Kopf entschieden, also Gericht gehalten haben, und sich  regelmässig neue Gesetze ausdachten (ob sinnvoll oder nicht ist natürlich eine andere Frage).

 

Ausserdem schlängelt sich an dieser Stelle auch ein Teil der Kontinentalspalte durchs Gelände. Wie vielen ja vielleicht bekannt ist liegt Island sowohl auf der europäischen als auch auf der amerikanischen Kontinentalplatte (könnt jetzt ja sagen dass wir uns also stellenweise in Amerika aufhielten......obwohl wir in Island waren) und in Pingvellir hat man die Möglichkeit ein Stück an der Spalte langzulaufen. Diese driftet jährlich um ca. 2 cm auseinander und somit wird wohl der Weg nach Amerika immer länger  (……...und so vermutlich die Flüge immer teurer  Zwinkernd ).

 

Diese Spalte nennt sich übrigens auch Silfra-Spalte und dürfte unter Tauchern sicherlich ein bekannter Begriff sein, da er als Islands Tauchparadies gilt. Die Sicht unter Wasser soll hier angeblich an die 200 m betragen - wofür ich jedoch keinerlei Garantie geben möchte, denn mittlerweile habe ich schon von unterschiedlichen Sichtangaben zwischen 100 - 300 Metern gelesen……..am Besten gehen die Enthusiasten unter Euch selbst auf Tauchstation und testen dies selbst ! 

  

 Blick auf Pingvellir

 

 Blick auf den See Pingvallavatn

 

 Felix an der Kontinentalspalte 

 

 

Doch zurück zu Pabstens..... Wir wanderten also eine Weile in dem Gebiet rum, störten uns nicht allzusehr daran, dass der Wind ziemlich frisch um die Ohren pfiff (ausser Felix, er wollte zur Mütze auch noch seine Handschuhe) und warfen zum Schluss noch einen Blick in die kleine Kirche die sich ebenfalls an dieser alten Versammlungsstelle befindet (übrigens…..so klein wie die Kirchen Islands sind könnte man fast davon ausgehen, dass die isländischen Wikinger genauso “kirchgehfaul” sind wie ich selbst....)


Auf dem Rückweg ließen wir uns bißchen Zeit, genossen die vielen unterschiedlichen Eindrücke der Landschaft und….....suchten eine Tankstelle. War auch bald gefunden.....und was soll ich sagen ?? Perfekt für alle Frauen die sich nicht gerne die Hände beim Tanken mit Diesel- oder Benzin-Aroma schmutzig machen möchten !  Denn es gibt auf Island noch Tankstellen mit "Full-service", also der Tankwart erledigt diesen Job. Leider entpuppte sich der isländische Tankwart nicht gerade als Prachtexemplar eines Wikingers……..sonst würd ich Euch Damen das Tanken in Island nur wärmstens empfehlen…..grins.
(möchte hier noch erwähnen, daß allerdings nicht alle Tankstellen diesen Service bieten, wir haben uns auch mal ganz schön über die automatischen Zapfsäulen geärgert).


Also nach dem Tanken weiter und natürlich musste noch eine kurze Einkehr in ein Kaffi sein. Das Kaffi Kjos schmiegt sich ganz idyllisch an einen kleinen See mit Namen Medalfallsvatn und hatte lecker Kuchen !


Den Abend ließen wir ganz gemütlich in unserem Häuschen bzw. die Kids wieder im HotPot ausklingen……

 

Fortsetzung folgt……

 

 immer wieder neue Landschaftseindrücke.....hier mit Blick auf Pingvallavatn

 

  

  

 .....und am Abend ein warmes Bad !


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Sonntag, 6. Oktober 2013 - 13:40 Uhr

Herbstliches......

 
Ja der Herbst hat uns mittlerweile voll im Griff.......aber bisher auch mit sehr vielen sonnigen Tagen. Genauso wie Mamsen sich einen Herbst eben vorstellt !

 

so ist momentan der Blick in die Bäume......ganz schön herbstlich 

 

Bunte Blätter an den Bäumen, morgens frische Tautropfen an Spinnweben und Gräsern, leichte Nebelschwaden über dem Teich, Sonnenstrahlen die durch die Zweige blinzeln, Eicheln und Kastanien in voller Reife, Äpfel die nun von den Bäumen fallen, raschelnde Geräusche wenn  man über die  mit Laub bedeckten Wege spaziert, ab und zu noch die Mittagssonne auf der Veranda genießen, oder aber auch schon mal ganz gemütlich auf dem Sofa sitzen und einen guten Schmöker lesen (sofern man vor lauter Blogschreiben und Island-Fotos sortieren dazu kommt), und evtl. wieder den Tee mit  einem Schuß Rum verfeinern,  sowie.........gut duftendes und knisterndes Feuer im Kamin !

 

Hab ich Euch jetzt auch Lust auf Herbst gemacht ?  Oder sehnt ihr Euch noch nach dem Sommer zurück ? Also ich habe letztendlich meinen Sommer-Modus abgeschalten und genieße nun dafür diese herrliche Jahreszeit. 

Was mögt ihr denn am Herbst gerne ??

 

Ich muß nun nur ganz besonders auf Micha aufpassen, denn Herbstzeit ist ja Schnippelzeit ! 

 

Und wenn er mal loslegt und zu schnippeln anfängt was das Zeug hält..........sieht's hinterher wie in einem typisch deutsch getrimmten Schrebergarten aus. Habe gestern noch, als unser Vermieter fragte ob er denn die Heckenschere ausleihen könne, mit Freuden JA gesagt (kann er doch haben so lange er möchte und sich auch viel viel Zeit lassen....grins), so wird Michi's Schnippelfreude schon mal bisschen eingeschränkt.

  

Vorgestern ist übrigens unser Opa nach einem 2  1/2 wöchigem Aufenthalt wieder in seine Heimat zurückgekehrt, doch da das Wetter so toll mitspielte konnten wir einiges mit ihm unternehmen.

 

Unter anderem waren wir mit Opa auch im Tierpark, haben einen Mineralpark mit ihm besucht, sind oft einfach nur raus in die Natur, oder sahen uns die schönen alten Häuser in einem Bauernhausmuseum an....und des öfteren musste/durfte er natürlich mit zum Angeln. Opa hatte sogar Glück und fing seinen ersten Fisch, einen Pollack (gehört zu den Seelachs-Arten). Die Abende verbrachten wir oft zusammen bei einem lustigen Kartenspiel und ich denke also, daß er doch viel Spaß während seines Aufenthaltes bei uns hatte. Nun können wir nur hoffen, daß er bald wiederkommt !

 

Felix und Florian hatten letzte Woche Herbstferien, Michael eine Woche Urlaub und so konnten sie die Zeit mit Opa richtig genießen. Morgen jedoch beginnt auch hier wieder der ganz normale Alltag/Wahnsinn.... !


Für Euch noch schnell ein paar Herbst-Impressionen......    Wünsche Euch allen einen wunderschönen Goldenen Herbst !

 

 

 herrliches ROT an der Domkirche in Kristiansand

 

 

 

 Bauernhausmuseum

 

  

 Michi räuchert mal wieder......

 

  ....und "fachmännisches" Geplauder gehört da einfach dazu....

 

 ...schöne Spiegelung entdeckt die ein tolles Muster ergibt


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Samstag, 5. Oktober 2013 - 12:30 Uhr

Damals in Island........Teil 2

 

 

Hier die Fortsetzung...... 

 

Der nächste Morgen (01.Juli) zeigte sich bewölkt, jedoch versuchte die Sonne ihr Bestes und blinzelte ab und zu durch die Wolkendecke. Und ich weiss nicht ob’s die Aufregung war oder die neue Umgebung, aber unser Nachwuchs meinte 6 uhr morgens sei genau die richtige Zeit für ein weiteres Bad im Hotpot. Na dann……

 

Etwas später, nach einem gemütlichen Frühstück, brachen wir zu unserem ersten Ausflug in die isländische Natur auf. Der Hraunfossar sollte es sein, ein Wasserfall nicht allzuweit entfernt von unserem Standpunkt und der sich aus Unmengen von kleinen Wasserfällen bildet die über eine Länge von ca. 700 m aus der porösen Lava sprudeln.

Das Wasser leuchtete stellenweise im schönsten Karibik-Türkis und es war interessant den Fluss ein Stück entlangzulaufen.

 

Blick auf Hraumfossar 

 

 

 

 

 

Hier in der Gegend machten wir auch das erste Mal Bekanntschaft mit den kleinen lästigen isländischen Fliegen. Sobald wir ein gemütliches Plätzchen für unsere Brotzeit fanden kamen sie auch schon ganz neugierig angeflogen und man bekam auch den Eindruck, dass die kleinen Plagegeister gleich noch die komplette Verwandschaft und Bekanntschaft als Verstärkung mitgebracht hatten. Leckere Touristen sind wohl sehr beliebt……

Doch Stechfliegen waren es wohl dennoch nicht.

Ich hätt zwar schwören können dass ich vom Scheitel bis zum grossen Zeh zerstochen bin - so sehr juckte es mich - doch es war letztendlich nur Einbildung, denn sobald wir im Auto sassen und weiterfuhren war’s auch schon vorbei.

 

Und hier am Hraunfossar durfte ich auch zum ersten Mal feststellen, dass es in Island beheizte Toilettenhäuschen gibt ! Das kleine Hüttchen war überraschenderweise angenehm warm (für die Touris im Winter sicherlich äusserst behaglich !) und sogar ziemlich sauber. War schon mal ein erster Pluspunkt für die Isländer.

 

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir nur gemütlich und faul in unserer Hütte, da wir für den Abend noch einen weiteren Programmpunkt auf dem Plan stehen hatten und uns noch bisschen ausruhen wollten…..

 

Bereits im Voraus hatte ich uns für eine Walsafari angemeldet und daher brachen wir am Abend auf in Richtung Reykjavik.

Wir alle waren zwar etwas skeptisch was die Wetterlage betraff - von allen Seiten kamen nun schwarze Wolken auf uns zu und ausserdem blies der Wind nicht zu wenig.

Vorsichtshalber wurde das Thema am Ticketschalter auch gleich angesprochen doch es hieß nur, man bräuchte sich diesbezüglich keine Sorgen machen. Trotzdem hielt Mamsen vorsichtshalber weiterhin den Blick misstrauisch und kritisch auf die Wolken gerichtet…..

 

Um 20.30 h endlich ging’s los und ich muss sagen, die Fahrt mit so einem Kutter ist schon was anderes für so ein kreuzfahrtverwöhntes Wesen wie mich.  Das Boot hüpfte auf dem etwas windgepeitschten Meer ganz schön auf und ab und sogar ich, die ja immer dachte keine Welle könnte mich je aus der Bahn werfen, bekam plötzlich ein ungutes Gefühl im Magen. Ich musste mich dann so hinstellen dass ich den Bug immer im Blickfeld hatte um zu sehen wann es runter bzw. wieder hoch ging und konnte so quasi “gegensteuern“. Das half auch und der Magen beruhigte sich.

Leider war für Flori die Tour nicht so berauschend......er bekam wirklich Probleme und verzog sich (ausgestattet mit einer Tüte) ans Heck, da uns gesagt wurde dort wär die Schaukelei nicht gar so schlimm. Papa stand ihm natürlich tröstend zur Seite.

 

Immerhin tauchte nach etwa einer Stunde endlich ein Wal auf ! Ein Buckelwal. Das heiterte unsere Gemüter gleich erheblich auf. Der Wal begleitete uns auch eine ganze Weile nur leider machte er nicht das, auf was alle Leute die mit Kameras bewaffnet waren, warteten......er wollte uns nicht seine Schwanzflosse zeigen. Und welcher Fotograf träumt nicht davon einmal die aus dem Wasser auftauchende Flosse vor die Linse zu bekommen ?

Aber gut, auch so waren alle glücklich einen Wal gesichtet zu haben und wir genossen einfach das Schauspiel.


Auf dem Rückweg in den Hafen von Reykjavik tuckerten wir noch an einer Insel vorbei auf der Unmengen von Papageientaucher brüteten, aber die meisten Leute konnten sich nicht mehr aufraffen (entweder zu müde oder schon durchgefroren) an Deck zu gehen und auch ich blieb lieber mit den Kids unter Deck im Warmen (hab das natürlich später bereut, nun hab ich kein einziges Bild eines Papageientauchers).

 

Bis wir schliesslich wieder in der Hütte in unseren warmen Bettchen lagen war es dann schon 1 Uhr Nachts.......

 

 

Hafen von Reykjavik mit Blick auf die Oper 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt..... 


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