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Sonntag, 20. August 2017 - 15:20 Uhr

Arctic summer feeling.......(Teil 1)........

 

 

.........oder "endlich wieder Schiffsplanken unter den Füssen"

 

 

Also so langsam möchte ich doch mal anfangen und von unserer Reise erzählen.......und auch wenn diese schon wieder ein paar Wochen zurückliegt, so erfreue ich mich immer noch an wunderbaren Momenten die sich nicht nur auf den Speicherkarten sondern auch viele schöne davon in meinen wenigen, aber manchmal noch einigermaßen funktionierenden Gehirnzellen, eingeprägt haben.

 

Wie schon erwähnt, gönnten wir uns dieses Jahr endlich mal wieder eine Kreuzfahrt und es wurde dann sogar eine etwas besondere Reise. Es ging von Grönland über Island und Insel Jan-Mayen hoch bis Spitzbergen und es war keine herkömmliche Kreuzfahrt mit einem dieser neumodischen Mega-Pötte sondern eine sogenannte Expeditions-Kreuzfahrt mit einem sehr gemütlichen, überschaubaren kleinen Schiff namens "MS Fram", welches zur Hurtigrutenflotte gehört.

 

Die Fram bietet normalerweise für ca. 300 Passagiere Platz, wobei auf unserer Tour dann sogar nur 178 unterwegs waren. Aufgrund der geringen Schiffsgrösse herrscht auch gleich eine ganz andere Atmosphäre auf dem Dampfer als auf einem dieser typischen riesigen Ferienschiffe. Auf der Fram kennt man sich bereits nach den ersten Tagen, kommt viel leichter in Kontakt mit den Mitmenschen und fühlt sich einfach gleich mal wie "zu Hause". Eben ein familiäres Ambiente.

 

Und wenn sich jemand fragt warum man diese Reisen nun Expeditions-Kreuzfahrten nennt........tja, also so richtig auf Expedition ist man natürlich nicht, man wandelt höchstens auf Spuren früherer Abenteurer die sich in die arktischen (bzw. antarktischen - denn im Winter dümpelt die Fram dann in der Antarktis umher) Regionen verirrt haben oder versucht haben zu einem der Pole zu gelangen.

Ein Unterschied ist zum Beispiel, daß die Fram an Orte und Stellen himkommt wo ein "normales" Kreuzfahrtschiff kaum stoppen sondern nur in weitem Bogen vorbeischippern würde.

Dafür ist es auf Reisen in die Arktis oder Antarktis nie sicher, ob man auch wirklich das gewünschte Ziel anpeilen und an Land gehen kann. Denn dort bestimmt nun mal das liebe Wetter den Alltag !

Ist also beispielsweise der Wellengang zu hoch so daß man nicht tendern kann, fällt der Landgang schon mal aus. Oder ist die Eismenge in diesen Regionen noch zu dicht, so muß auch evtl. mal kurzfristig die Route geändert werden.

Aber......das Team auf der Fram (sowohl das von der Brücke als auch das Expeditionsteam) ist da ganz dolle flexibel und findet immer eine schöne Alternative.

Wir hatten das Glück, daß es mit allen Zielen wunderbar geklappt hat und zum Schluß, als wir am letzten Tag der Reise sogar viele Stunden früher als geplant in Spitzbergen waren, wurde kurzfristig sogar noch ein extra Landgang in die arktische Pampa organisiert......was natürlich nochmal ein zusätzliches und besonderes Schmankerl für die Passagiere war.

 

Erwähnenswert für Interessenten von Expeditions-Kreuzfahrten ist auch, daß es auf solchen Schiffen keine Animation gibt !  Es finden also abends keine Shows statt, kein Theater, keine Pool- oder Deckspiele.......NIX !

Das einzigste an Unterhaltung sind Vorträge über die entsprechenden Destinationen (die aber oft wirklich interessant waren), sowie Vorträge über bekannte Abenteurer dieser Gegenden, manchmal auch Filmvorführungen über diverse Abenteurer, oder Vorträge über die Fauna und Flora der Arktis. Es sind Geologen, Biologen und Ornithologen mit im Expeditionsteam, so daß also zu allen Fragen der entsprechende Fachmann(-frau) zur Stelle steht.

 

Wir durften aber feststellen, daß es sich auch ohne Shows und den ganzen Primborium wunderbar reisen lässt ! Man sitzt einfach abends in der sog. Panorama-Lounge und guckt durch die riesigen Panoramafenster auf die vorbeiziehende Landschaft, oder bestaunt die Mitternachtssonne (wenn grad kein Land zum gucken da ist), oder beobachtet Wale..........und lässt dabei die Seele baumeln......(funktioniert hervorragend !).

Aber ganz klar, dies ist nicht Jedermanns Sache.

 

Wir jedenfalls haben die knapp zwei Wochen sehr genossen und es fiel schon etwas schwer das Schiff am Ender der Reise zu verlassen.

 

So, nun hab ich Euch mit Infos über das Schiff zugetextet anstelle von der Reise zu berichten......ich vermute mal ich beginne damit besser im nächsten Bericht und zeig Euch hier lieber noch ein paar Bilder vom Schiff.

 

Fortsetzung folgt..........irgendwann ganz bestimmt  ;-)

 

 Expeditionsschiff  "MS Fram"

 

 die Fram von vorne....

 

 die Fram von hinten.....

 

 die Nock.....

 

 eines der Aussendecks....

 

 

 Ein- und Ausstieg wenn Tendern angesagt ist...

 

 Ein- und Ausstieg wenn Anlegen am Kai möglich ist.....

 

 beim Tendern steht man schon mal im Wasser....

 

 .....aber man bekommt gute warme Gummistiefel zur Verfügung gestellt....

 

 ....die auch jedesmal desinfiziert werden, damit auch ja nix Schlimmes

an Land bzw. wieder an Bord gebracht wird

 

 hier die Stiefelkammer

 

 ....und die Bootsgarage wo die Polarzirkelboote (also Tenderboote) lagern

 

 eines der Tenderboote...

 

 .....einer der Bootsführer.....

 

 ...und da diese immer so dolle vermummt sind hängt extra eine Tafel mit Bildern aus

(so kann man evtl. rausfinden wer unter der Brille und Mütze steckt, sofern nicht mehrere

die gleiche Brille haben......)

 

 unsere winzige Kabine - trotz vorheriger Befürchtung, ging es dann aber erstaunlicherweise die ganze

Reise über gut und es kam weder zu Streitereien oder Schlägereien aufgrund der Enge

 

 hier die gemütliche Panorama-Lounge - wurde unser Lieblingsplatz

 

 Gruppenfoto unserer Tour  (wer findet uns ??)

 

 das Expeditionsteam unserer Tour


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