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Mittwoch, 13. September 2017 - 16:00 Uhr

Arctic Summer Feeling.......( Teil 4 )......

 

 

.......oder  "von der Mücke bis zum Moschusochsen"

 

Der Tag begann recht gemütlich und da am Vormittag nichts Besonderes geplant war nahmen wir erstmal unsere neuen, bereits liebgewonnenen Lieblingsplätze über dem Bug ein um die Gegend zu beobachten.

Das Beobachten erwies sich zwar noch etwas schwierig da sich vor Grönlands Küste noch dicke Nebelschwaden tummelten. Hin und wieder konnte man aber einen Blick auf einen vorbeiziehenden Eisberg ergattern und wir machten es wie die übrigen Touristen auch - wir klebten sogleich mit der Kamera an der Scheibe oder sprinteten sogar mal kurz an die frische Luft um den Eisklumpen auch ja auf der Speicherkarte zu verewigen.

 

 

 

 

Zwischendurch durften wir zur Stiefelanprobe erscheinen, denn man bekommt auf solchen Reisen gute warme Gummistiefel zur Verfügung gestellt (als Leihgabe) um immer trockenen Fusses an Land zu kommen.

Bzw. ist es an manchen Orten sogar Pflicht diese Stiefel zu tragen, da diese nach jedem Landgang desinfiziert werden und man möchte somit eben vermeiden, daß evtl. Krankheiten in diese besonderen Gegenden übertragen werden und die Natur darunter leiden muß.

Wenn also jeder seine passende Schuhgrösse gefunden und für gut befunden hat, hängt man sie in der Stiefelkammer an seinen vorgesehen Haken und kann sie so jederzeit nach Bedarf abholen.

 

 

Nach dem Mittagessen, mittlerweile kam übrigens immer öfters die Sonne zum Vorschein, schipperte die FRAM bereits in wunderschönen Fjorden und die steilen Berghänge erinnerten uns manchmal an die Berge der Lofoten. Es dauerte dann auch nicht mehr lang bis wir unser Ziel erreichten - Ivittuut.

 

erster Blick auf Ivittuut

 

in Ivittuut

 

Ivittuut ist heute nur noch eine Geisterstadt. Früher wurde dort Kryolith abgebaut, aber nachdem die Vorräte irgendwann erschöpft waren hatte man den Tagebau eingestellt und so nach und nach zogen auch die Einwohner weg. Nun steht alles leer und verfällt......aber diese Gegend ist bekannt für ihre Moschusochsen.....und genau diese wollten wir ja auch sehen.

 

Die Passagiere wurden also, mit Stiefeln ausgerüstet, an Land getendert und dort gab's auch gleich noch eine kurze Information wie weit man denn eigentlich gehen dürfe. Zur Begrüßung kamen allerdings gleich mal jede Menge grönländischer Mücken und somit wurde aus unserem Rundgang in Ivittuut mehr so ein "Betreutes Wandern"......zwinker.

 

nicht nur Mücken sondern auch deren großer Kumpel begrüsste uns  ;-)

 

Aber gut, ganz so schlimm war es dann doch nicht und ich konnte einen hysterischen Anfall problemlos vermeiden indem ich einfach die Kapuze über den Kopf gezogen habe. So war es ganz gut auszuhalten.

Abgelenkt war man dann sowieso etwas, denn es war schon interessant diesen verlassenen Ort zu sehen, mit den teils halb verfallenen Häusern und vor allen den Dingen die so einfach zurückgelassen wurden.

Irgendwann stießen wir auf Dominic, dem Bordfotografen, und als er erzählte er hätte bereits eine Herde Moschusochsen ausfindig gemacht, war unser Flori gleich Feuer und Flamme. Er spurtete auch straks los um auf Jagd zu gehen......mit der Kamera als Waffe versteht sich !

Somit war er jedenfalls bestens beschäftigt wären wir anderen uns den alten Bauten widmeten.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 ein Teil der Passagiere hatte Lust auf eine Kajaktour

 

Irgendwann aber mussten wir trotzdem den Rückzug zum Schiff antreten......und so fanden wir uns natürlich wieder.......ja genau......an unserem Lieblingsplatz ein um von dort - bei einem fruchtigen Cocktail - das Auslaufen und die Fjordlandschaft zu bewundern.

 

An diesem Abend besuchten wir nach dem Essen nur noch kurz einen Vortrag der von unserem nächsten Ziel handelte, um so schon mal ein paar Infos im Kopf zu haben.

Und dann.......ging es an diesem Tag wirklich mal etwas früher in die Koje. Obwohl die Landschaft draußen in der Mitternachtssonne schon wieder sehr verlockend war und von uns eigentlich mehr Beachtung und Bewunderung verdient hätte.....aber wir waren müde.

 

 Jim, der Expeditionsleiter, kümmerte sich ums Tendern

 

 

 

 

 Fortsetzung kommt bestimmt.......


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