Endlich Asien.....(Südvietnam Teil 1)

 

So Leute........nachdem hier schon fast der Sommer hinter der Ecke lauert - zumindest gibt es nun wirklich schon herrlich warme Tage mit 25 Grad und Sonnenschein (ja gut, die Regentage dazwischen sollte man vielleicht auch erwähnen....grins) - wird es endlich mal Zeit, dass ich noch von meiner diesjährigen (für mich wieder mal besonderen) Reise erzähle.

 

 

 

 

Und ihr habt ja sicherlich mitbekommen, daß es diesmal nach Asien ging. Endlich habe ich es auch mal in diese Ecke geschafft.

Asien stand schon sehr lange auf meiner (unglaublich) langen „Da-möchte-ich-noch-hin-Liste“, vor allem weil es mich eben noch nie in die östliche Richtung verschlagen hat. Also zumindest nicht weiter als Seychellen.

Doch schon lange hatte ich den Wunsch auch mal was von der asiatischen Kultur und vor allem der fantastischen Landschaft zu sehen. Und für meinen ersten Besuch in Asien habe ich mir dann Vietnam und Kambodscha ausgesucht.....wobei die Qual der Wahl schon recht schwierig war, denn da wären ja auch noch Indonesien, Philippinen, Myanmar, China und Bhutan, die ziemlich weit oben auf dieser Liste angesiedelt sind. Aber wer weiß......vielleicht irgendwann mal.

 

Dass ich diesmal allein unterwegs war dürften die meisten Leute auch schon mitbekommen haben, denn es hatte sich bei meinen Männern einfach nicht ergeben.

Vom weltbesten Ehemann wissen wir ja, daß er so weite Reisen nicht gerne mag, Florian kann vom Militär auch nicht einfach mal so 3-4 Wochen frei nehmen und Felix, der hätte zwar große Lust gehabt mich zu begleiten, aber da war dann noch das Problem mit dem Geld. Er wollte dies lieber für was anderes sparen.

Doch Mamsen lässt sich ja von sowas nicht aufhalten.......irgendwie geht es auch ohne den „Personal Luggage Boy“ und „Personal Translator“.......zwinker.

 

Also – Mamsen on Tour again !  Und ich fang nun einfach mal an und versuche mich kurz zu fassen (he - wer lacht hier jetzt ?

 

Von Oslo aus ging es mit Emirates via Dubai nach Saigon, so war die Flugzeit etwas aufgeteilt (zweimal 6,5 Std.), man hatte eine kleine Pause in Dubai um sich die Beine zu vertreten und beim zweiten Flug nach Saigon kam ich sogar in den Genuss der Business-Class (ganz ohne mein Zutun.......so mag ich das).  Und mal so unter uns, an die Business-Class könnte ich mich direkt gewöhnen.......zwinker

Übrigens, Saigon heisst ja schon seit vielen Jahren eigentlich Ho-Chi-Minh-Stadt......aber mal davon abgesehen, daß mir der Name zu lang ist finde ich die alte Version, also Saigon, viel schöner, daher werde ich hier nur von Saigon reden. Was aber auch der ein oder andere Vietnamese noch gerne macht. 

  

 

Tja....und dann war Mamsen also in Vietnam !

Und habt ihr schon mal von den vielen Menschen in Vietnam gehört ??  Der ein oder andere war ja sicherlich selbst schon dort oder vielleicht hat ja jemand mal Dokus über das Land gesehen und mitbekommen, dass es dort an manchen Orten nur so von Menschen wimmelt. So auch am Flughafen in Saigon ! 

Und als ich hörte oder irgendwo las, daß man bei Ankunft an der Immigration gerne mal 3-4 Stunden !!!! anstehen muss, da habe ich mich sogleich entschlossen endlich diesen tollen Service, nämlich das "Fast Track", zu nutzen.

In den letzten Jahren hatte ich schon öfter mal damit geliebäugelt wenn ich auf Reisen war, aber mir dann doch immer gedacht, daß es vielleicht gar nicht nötig wäre, was sich ja auch als richtig erwiesen hatte. Egal ob Südamerika, Mittelamerika oder Qatar.....es ging immer alles ziemlich zügig von statten (ich hätte mir höchstens so manches Mal in Deutschland diesen Service gewünscht.....zwinker).

Jedenfalls habe ich mir gedacht, daß es für Asien sinnvoll sein könnte und habe mir für alle Flughäfen auf dieser Tour diesen Fast-Track-Service bestellt (egal ob Ankunft oder Abflug). Und das war die beste Entscheidung ever !  

Denn die Menschenmassen in Asien sind wirklich enorm !!! Man hätte laaaange anstehen müssen, egal ob es sich um die Immigration oder den Checkin handelte.

Also, was ich eigentlich sagen wollte.....(Leute, ich erzähle schon wieder von Erlebnissen die gar nicht wichtig sind.....von wegen ich werde mich kurz fassen......lach).......ich habe also mit dem Fast-Track-Service gerade mal 10 Minuten für die Immigration und Kofferholen benötigt.

Das geht wirklich Ratz-Fatz !!!  Und somit ist "Fast-Track" mein neues Lieblingshobby.....lach

 

Ich hatte mir auch schon im Voraus ein Taxi vom Flughafen zum Hotel bestellt, nur da ist diesmal irgendwie was schief gelaufen. Bisher hatte ich noch nie Probleme mit meinem Transfer-Service und war immer super zufrieden mit denen (nehme fast immer dieselbe Firma), doch irgendwann ist wohl immer das erste Mal. Ich kam aus dem Flughafen raus und war erstmal überfordert von den Menschenmassen die sich dort vor dem Airport tummelten. Das war unglaublich !

Vielleicht hat mich das dann irgendwie aus dem Konzept gebracht, denn ich bin wohl am falschen Treffpunkt gestanden. Habe den Fahrer dann zwar angerufen und er meinte er stehe ja da........ich allerdings konnte ihn trotzdem nicht finden. Da waren einfach zu viele Leute um mich rum und schließlich hab ich kurzen Prozess gemacht und mir ein Taxi genommen.

 

Als ich im Hotel ankam war es eigentlich erst Nachmittag, doch ich war von der langen Reise erstmal ziemlich k.o. und hatte also nicht gerade große Lust noch viel zu Unternehmen. Daher drehte ich nur mal eine kurze Runde ums Viertel, besorgte mir bisschen Bargeld, ein paar Snacks und vor allem viel Wasser und dann gings auch schon wieder zurück ins Hotel und habe dann 10 Stunden geschlafen. In meinem Alter ist die Sache mit dem Jetlag nicht mehr so einfach.......grins

 

 

 

Der nächste Morgen brachte dann erstmal Kopfschmerzen, aber bei der Hitze in Saigon war das für mich nicht sehr verwunderlich. Nach dem Frühstück zog ich los um ein bisschen die Sadt zu erkunden und mein erster Anlaufpunkt war der "Ben Thanh Markt". Ich liebe es auf Märkten rumzustöbern. Es ist einfach super interessant was so alles angeboten wird und wenn man dann noch in anderen Ländern ist, umso mehr. Oft sieht man ja Dinge die bei uns auf Märkten unmöglich wären.......

Jedenfalls war ich dort gut beschäftigt, denn dieser Markt ist nicht gerade klein. Irgendwann schlenderte ich aber doch weiter ins Zentrum, bewunderte die kleinen Strassenküchen die an jeder Ecke zu finden sind um die typisch vietnamesische Suppe (Pho) oder Baguette (Banh Mi) zu verkaufen, oder beobachtete einfach die Vietnamesen. Alles super interessant. 

 

 

 

 

Nach einer kleinen Pause am frühen Nachmittag im Hotel zog ich wieder los zum sog. Bitexco Tower, der nämlich bietet einen wunderbaren Rundumblick vom 49. Stockwerk über Saigon. Und ich habe extra den späteren Nachmittag gewählt um von dort auch noch den Sonnenuntergang über der Stadt bewundern zu können. 

 

Anschließend gönnte ich mir noch ein leckeres Abendessen in einem Restaurant und machte mich dann wieder auf den Weg zurück ins Hotel. Hatte immer noch das Gefühl Schlaf nachholen zu müssen....

 

 

 

So kam der Tag der Einschiffung. Ach ja.....sollte vielleicht erwähnen, daß ich eine Flusskreuzfahrt auf dem Mekong gebucht hatte.

Von Saigon aus durch's Mekong Delta den Fluss hoch nach Kambodscha bis zum Tonle Sap See, wo dann noch ein paar Tage in der weltberühmten Angkor-Wat-Anlage zum Programm gehörten. Das Ganze sogar mit einer deutschen Reiseleitung, so musste ich also auf dieser Tour schon mal nicht mit Händen und Füssen kommunizieren.....zwinker.

 

Also wie gesagt, für den nächsten Tag war erstmal Einschiffung geplant, so daß ich also nicht großartig was unternommen hatte. Den Vormittag verbrachte ich wieder mit Rumschlendern im Zentrum und Beobachten der Vietnamesen (das wurde irgendwie nie langweilig) und gegen 14 Uhr habe ich mich mit dem Taxi zum Hafen bringen lassen. Und da ja Mamsen eine überpünktliche Person ist war ich natürlich die Erste vor Ort, durfte aber trotzdem schon mal meine Kabine auf dem Flusskreuzfahrtschiff "Lan Diep" beziehen und wartete dann mit einem kühlen Drink in der Hand auf dem Sonnendeck auf die anderen Passagiere, die gerade vom Reiseleiter am Flughafen abgeholt wurden. Es waren übrigens nur deutsche Passagiere.

 

An diesem Tag passierte auch nicht mehr so viel, ausser Koffer auspacken und die anderen Leute kennenlernen, Abendessen und dann am Abend vom Sonnendeck aus die nächtliche bunte Kulisse Saigons zu bewundern. Wer Lust und Laune hatte konnte auch noch einen Abstecher ins Zentrum machen, doch da ich dies teilweise schon kannte ließ ich den Abend gemütlich an Deck ausklingen.

Das Schiff fuhr übrigens erst zwei Tage später ab, denn am nächsten Tag waren noch zwei Ausflüge in Saigon geplant, so daß also auch die anderen Passagieren die Gelegenheit hatten, diese Stadt zu erkunden.

 

Sollte vielleicht auch noch erwähnen, daß in Vietnam gerade Neujahrsfest herrschte. Und die Vietnamesen feiern dies 2 Wochen lang !

Viele Leute haben dann auch selbst 2 Wochen frei und reisen in ihrem Land umher......was kaum zu übersehen war und für noch mehr Menschen auf den Strassen oder an Sehenswürdigkeiten führte. Schön war aber, daß zu dieser Zeit ALLES in den Farben Rot und Gelb geschmückt ist ! Und überall stehen die Aprikosenbäume in voller Blüte zum Neujahrsfest ! Ausserdem werden Häuser und Boote oft extra zum diesem Fest frisch angemalt und auch mit Aprikosenbäumchen dekoriert.

 

Und noch was Erfreuliches aus diesem Land:  an dem einen Abend wurden im Zentrum von Saigon ca. 1 Mio Menschen zum Tet-Fest (Neujahrsfest) erwartet !! 

Ihr könnt Euch denken, daß ich mir das NICHT angetan habe (das sind ungefähr 999 900 Menschen zu viel für mich.....lach), doch einige Passagiere sind noch mit unserem Reiseleiter zum Fest in die Stadt gefahren.

Doch was nun so besonders erfreulich an dieser Sache war, trotz dieser enormen Anzahl an Menschen kommt keiner auf die Idee sich mit irgendjemanden zu kloppen, zu streiten usw.

Alle feiern einfach nur zusammen und haben ihren Spaß ! 

Stellt Euch mal 1 Mio Menschen im Zentrum einer deutschen Stadt vor........da käme es mit Sicherheit zu Prügeleien und diversen Ausrastern und die Polizei hätte mehr als genug zu tun.

Jedenfalls ist das z.B. auch mit ein Grund warum unser deutscher Reiseleiter lieber in Vietnam und in Kambodscha lebt (er hat je eine Wohnung in Saigon und in Phnom Penh) als in seiner Heimatstadt Hamburg, wo es z.B. nur ein Fussballspiel braucht um die Polzei zu überforden.

 

 

So, jetzt aber Schluß für heute.  Demnächst geht's dann weiter mit dem ersten Tag auf dem Fluss..... 

 

 

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