Bereits bei Sonnenaufgang (ja ich gehöre zu den "der-frühe-Vogel-fängt-den-Wurm-Menschen") saß ich mit einer Tasse Tee auf dem Sonnendeck und beobachtete die Abfahrt aus Saigon. Heute hieß es "Leinen los" und wir steuerten nun Richtung Mekong Delta.

Und es war auch ganz interessant zu sehen wie sich die Gegend um einen herum so nach und nach veränderte, von der Großstadt-Kulisse ging es über ins ländliche Ambiente denn von Stunde zu Stunde näherten wir uns dem Delta. So wurde es auch irgendwie nie langweilig das Leben links und rechts des Flusses zu bewundern, denn es waren natürlich auch hier einige Menschen unterwegs.
Wobei ich mir habe sagen lassen, daß zu normalen Zeiten - also wenn die Vietnamesen nicht gerade zwei Wochen lang auf Neujahr anstossen - auf dem Fluss oder auch dem Delta so richtig was los ist, mit Hunderten von Booten, doch eben wegen Neujahr hielt sich der Verkehr momentan gerade in Grenzen.
Doch zu sehen wie die Leute am Fluss wohnen und arbeiten war auf alle Fälle sehenswert.
Nachdem ich also meinen Morgentee auf dem Sonnendeck genossen hatte, ging's gleich weiter zu Kaffee und Frühstück.
Danach hatten die Passagiere etwas freie Zeit zur Verfügung und wir alle klebten mehr oder weniger an der Reling und versuchten so viel wie möglich von dem Treiben links und rechts von uns an den Ufern mitzubekommen.
Der einzige Pflichttermin an diesem Vormittag - wir mussten alle noch ein Formular ausfüllen, denn unser Reiseleiter wollte sich noch um das Visum für Kambodscha kümmern.
Nach dem Mittagessen legten wir dann aber an unserer ersten Station an - in My Tho.
My Tho ist wohl die älteste Stadt im Mekong Delta und wurde irgendwann zwischen 1600 und 1700 von den Chinesen gegründet. Die Menschen hier leben vom Obst- und Gemüseanbau und natürlich gibt es nicht gerade wenig Reisfelder. Und alles was die Leute ernten wird dann auf dem Märkten verkauft und diese befinden sich hier im Delta größtenteils auf dem Wasser. Das Mekong-Delta ist ja berühmt für seine "schwimmenden Märkte".......allerdings ist geplant, daß in den nächsten Jahren noch viele Brücken im Delta gebaut werden sollen, was natürlich einerseits den Transport erleichtern würde, aber andererseits befürchtet man, daß dadurch dann die schwimmenden Märkte so nach und nach verschwinden. Und das wäre schade....
Für uns ging es hier aber erstmal zur Vinh Trang Pagode, die in einem wunderschönen Garten steht, so mit liebevoll angelegten Teichen und vielen Bonsai-Bäumchen rundherum. Ausserdem findet man hier sehr große Buddha-Statuen die schon von Weitem zu sehen sind.

Auch ein Blick auf den Cao Dai Tempel, den wir anschließend besuchten, lohnt sich. Ich mag es ja wenn alles in fröhlichen Farben gestaltet ist oder tolle Ornamente zu finden sind wie eben bei diesem Tempel. Cao Dai ist übrigens eine Religion die Teile des Buddhismus, Hinduismus, Taoismus, Katholizismus und auch des Islams vereint. Also zumindest habe ich es so in Erinnerung.......vielleicht gehören sogar auch noch weitere Religionen dazu.
Ich sag's Euch, ich habe während dieser 3 Wochen sooo viel über die Kulturen und Religionen in Vietnam erzählt bekommen, daß ich evtl. schon wieder so einiges durcheinanderbringe. Habe mir zwar jeden Abend noch ein paar Stichpunkte gemacht über das was ich gesehen und gelernt habe.....möchte aber trotzdem keine volle Garantie für mein Wissen geben. Doch ich probier mein Bestes, aber seht mir bitte meine Fehler nach, falls ich evtl. etwas nicht ganz richtig darstellen sollte.....
Nach der Kultur ging's weiter in die Obstplantagen. Hier wurde uns gezeigt was man so alles an Früchtchen in diesem wunderschönen Delta anbauen und ernten kann und wir kamen natürlich auch in den Genuss einer Kostprobe und durften uns bei einer Tasse Tee durch die verschiedenen Obstsorten futtern.
Nach dieser vitaminreichen Pause konnten wir dann in sog. Sampan-Boote umsteigen - das sind kleine, sehr flache Holzboote die von den Einheimischen bei der Arbeit (Fischerei, Transport) genutzt werden und hier in My Tho aber auch für die Touristen genutzt werden, also man kann Fahrten mit diesen Booten durch die Mangroven- oder Palmenwälder unternehmen.
Für uns wurde es eine Fahrt durch einen Nipapalmen-Wald. Es hat auch Spaß gemacht und war sehr schön......allerdings war aufgrund der vielen urlaubenden Vietnamesen die das auch mal erleben wollten, ziemlich viel los auf dem Wasser.
Das war's dann auch schon für diesen Tag........Weiteres folgt sicherlich irgendwann :-)































