Die Temperaturen zeigten schon früh am Morgen wieder über 30 Grad an und es würde im Laufe des Tages noch wärmer werden. Für heute allerdings waren keine Tempel geplant sondern ein Ausflug zum See.
Nämlich zum Tonle Sap See, dem wohl grössten See Südost-Asiens und angeblich auch einem der fischreichsten Gewässer der Welt. Und da Siem Reap ja quasi fast an diesem See liegt hatten wir auch nicht allzuweit zu fahren um zum Dorf Kompong Phluk zu kommen.
Dieses Dorf ist eines der vielen Stelzendörfer an diesem See, welche eben typisch für diese Gegend hier sind. Und als ich die Häuser gesehen habe war ich ehrlich überrascht, denn sooo hoch hätte ich mir die Stelzen nicht vorgestellt.
Aber die Höhe ist wohl unbedingt erforderlich, denn der Tonle Sap See, der normalerweise eine Fläche von 3000 qkm hat, erreicht in der Regenzeit eine Grösse von gut 12.000 qkm !! Die Tiefe beträgt normalerweise 2-3 Meter, in der Monsunzeit 10-12 Meter ! So hoch steigt also das Wasser und da war auch mir dann klar, warum die Leute ihre Aussicht lieber von ganz weit oben genießen.

Wir durften hier nun in Boote umsteigen und ein kleines Flüsslein entlang schippern, dabei die Häuser links und rechts bewundern während wir auf den offenen See zusteuerten.
Auf dem See haben die Kambodschaner schlauerweise das ein oder andere schwimmende Cafe hingestellt, so daß man also auch an den vielen Touristen Geld verdienen kann....zwinker.
Auch wir durften zu einem kühlen Getränk einkehren und bekamen dazu noch viele Infos über das Leben auf dem See und der Fischerei erzählt.
Zurück an Land gab es dann Gelegenheit durch das Dorf zu spazieren und ich war wieder fleissig am Gucken wie die Leute so leben. Dies ist einfach immer wieder interessant,




Auf dem Rückweg nach Siem Reap besuchten wir noch ein Restaurant um einen Lunch zu genießen und dann ging es weiter zum Hotel. Der Rest des Nachmittags war dann zur freien Verfügung und man konnte alleine durch die Stadt stromern........oder sich auch einfach im kühlen Hotelzimmer erholen wie ich es gemacht habe. Da für den Abend noch was auf dem Programm stand, war mir nämlich eine Pause lieber als Sightseeing.
Nach dem Abendessen durften wir dann noch den "Phare Circus" besuchen und ich kann nur sagen - es lohnt sich !
Der Phare Circus in Siem Reap ist mittlerweile schon so berühmt, daß die Vorführungen eigentlich jeden Abend ausgebucht sind......doch für unsere Reisegruppe war ja zum Glück im Voraus reserviert.
Dieser Circus bietet nur Acrobatic, also man darf keine Tiere erwarten (was die meisten Menschen sicherlich gut finden), doch diese Acrobatic kann sich sehen lassen.
Diese Leute sind gut, wirklich gut, und bieten eine Show, die wiederum die Geschichte und Kultur der Khmer mit Musik und Tanz darstellt, auch der Humor kommt bei diesen Vorstellungen nicht zu kurz.
Die Artisten dieses Circus kommen übrigens alle aus einer Kunstschule, die extra für benachteiligte Kinder und Jugendliche eingerichtet wurde um ihnen zu helfen von der Strasse wegzukommen. Und die Kids können nicht nur Kunst und Acrobatic lernen, sie können dort auch einen Schulabschluß machen.
Und der Phare Circus ist so gut, daß sie es sogar schon in den international bekannten "Cirque du Soleil" geschafft haben und auch bereits den ein oder anderen Auftritt im Ausland hatten.
Also kurz gesagt, ich kann einen Besuch dort nur empfehlen.

















































