Nun waren wir also in Kambodscha. Und zwar in der Hauptstadt Phnom Penh.
Die Behörden kamen ziemlich früh an Bord und alle Einreiseformalitäten konnten schnell erledigt werden, so daß also dem nächsten Ausflug nichts mehr im Wege stand.
Es ging erstmal zum Königspalast. Ja, Kambodscha hat einen König......und er sucht immer noch eine Gemahlin. Interessierte bitte melden !.....grins
Mittlerweile schon 73 Jahre alt, hat er aber trotzdem immer noch nicht die Richtige gefunden und unser Guide meinte noch, das hätte mit seiner Mutter zu tun die mit ihren 90 Jahren da immer noch ein Auge drauf hat ob die Damen mit denen er sich trifft gut genug für ihn sind........lach

Jedenfalls kann sich der Königspalast und auch seine Parkanlagen sehen lassen und für uns ging es anschließend noch zum Nationalmuseum und auf den Central Markt. Ich gestehe, das Museum habe ich ausfallen lassen......ich guck mir immer viel lieber das fröhliche Treiben auf den Strassen an.
Vor dem Lunch machten wir noch einen Stopp beim "Wat Phnom", einem für die Stadt sehr wichtigen buddhistischen Tempel, der auf einem Hügel (Phnom) thront. Wenn ich mich richtig erinnere hat eine Lady Penh (nach der auch die Stadt benannt ist) diesen Tempel errichten lassen um dort heilige Buddhastatuen zu beherbergen. Drumherum sind noch Parkanlagen angelegt und das Ganze befindet sich übrigens mitten in einem riesigen Kreisverkehr.
Jedenfalls war auch hier jede Menge los, manchmal wirkt es fast so als wäre "für Glück beten" und "Opfergaben bringen" die liebste Freizeitbeschäftigung der Menschen hier. Aber auch irgendwie schön zu sehen, daß die Menschen hier noch so an ihrem Glauben hängen.....bei uns geht ja kaum einer noch in die Kirche....
Übrigens sieht man nun hier in Kambodscha immer wieder mal kleine Geisterhäuser (sehen aus wie Mini-Tempel). Wenn die Leute in diesem Land ein Gebäude bauen wollen (egal ob Privat- oder Geschäftshaus), vertreiben sie mit dem Bau soz. die Erdgeister. Und um diese dann wieder friedlich zu stimmen, stellen alle in ihrem Garten oder wo auch immer kleine Geisterhäuser auf, die dann als Ersatz dienen sollen. Dort kann man dann Opfergaben und Räucherstäbchen ablegen und die Erdgeister so bei Laune halten. Finde ich persönlich eine schöne Idee und vor allem gefallen mir diese süßen Mini-Tempel auch sehr gut.....zwinker


Das Mittagessen bekamen wir diesmal in einem Restaurant am Flussufer serviert und danach konnte man wählen, ob man die Stadtrundfahrt weitermacht oder lieber selbst loszieht.
Da am Nachmittag der Besuch des "KZ Tuol Sleng-S21" auf dem Programm stand und mich das nicht ganz so sehr interessierte was die Roten Khmer damals in ihrem Foltergefängnis so alles getrieben haben, bin ich erstmal noch bisschen durch die Strassen gebummelt um die netten Kambodschaner zu beobachten und dann auf das Schiff zurück......denn alte Frauen brauchen auch mal eine Pause......zwinker.
Später, vor dem Abendessen, bekamen wir auf dem Schiff noch Besuch von einer Tanzgruppe. Kinder und Jugendliche aus einem Waisenhaus führten uns traditionelle Tänze vor.
Und nach dem Abendessen konnte man, wer Lust und Laune hatte, eine TukTuk-Fahrt durch das nächtliche Phnom Penh unternehmen. Drei Damen und ich teilten uns eines dieser TukTuks die unser Reiseleiter bereits im Voraus bestellt hatte, so daß diese schon vor dem Schiff warteten. Die meisten dieser TukTuks haben in Kambodscha übrigens nicht wie woanders üblich 3 Räder, sondern es handelt sich meist um ein Motorrad mit Anhänger.

Wir vier Damen hatten jedenfalls unseren Spaß als der Fahrer mit uns durch die Strassen von Phnom Penh düste, uns das nächtliche Treiben auf den Strassen zeigte, sowie die ein oder andere Stupa, oder schöne Gebäude aus der Kolonialzeit und wo wir wollten durften wir auch aussteigen und uns umsehen. Sollte vielleicht noch erklären was eine Stupa ist, nämlich ein buddhistisches Bauwerk welches früher wohl als Grabstätte diente.









































