Am nächsten Tag verließen wir die Hauptstadt und es ging mit der "Lan Diep" weiter, nun aber auf dem "Tonle Sap River", einem Nebenfluss des Mekongs, und noch am Vormittag erreichten wir den kleinen Ort Koh Chen.
Übrigens hatte ich von Tag zu Tag das Gefühl daß es wärmer wurde.......hängt aber vielleicht auch damit zusammen, daß hier im Landesinneren kaum ein Lüftchen wehte.......wir hatten schon wieder 36 Grad erreicht und gefühlt waren es für mich noch ein paar mehr......
In Koh Chen jedenfalls verdient man sich sein Geld mit Schmuck, Figuren, Tellern, usw......
Hier reiht sich nämlich ein Schmied neben dem anderen und es wird Silberschmuck hergestellt, sowie Kupfer- und Messingfiguren oder auch Teller und ganz klar, daß man hier auch jede Menge shoppen könnte.
Da die Werkstätten hier ja alle mehr oder weniger "offen" sind, also Werkstatt im Erdgeschoss und Wohnbereich oft in der oberen Etage, ist es auch überhaupt kein Problem den Leuten hier bei der Arbeit zuzusehen wie sie die wunderschönen Kunstwerke herstellen.
Wir durften uns also hier in diesem Künstler-Dorf etwas umsehen und trafen dabei auch wieder auf viele liebe Menschen, bevor es dann mit dem Schiff auch schon weiterging, denn es stand noch ein weiterer Ausflug auf dem heutigen Programm.


Nach dem Mittagessen erreichten wir Kampong Tralach.
Kampong Tralach liegt ebenfalls am Tonle Sap River und es hatte irgendwie den Eindruck als wären hier noch mehr Reisfelder als am vorherigen Ort. Egal wo man hinsah......grüne Reisfelder überall.
Hier durften nun die Passagiere in TukTuks umsteigen um durch die wunderschöne Landschaft zu einer kleinen Pagode zu fahren. Vorbei an kleinen Häusern und winkenden Kindern und sogar einem Teich mit Lotusblüten.
An der Pagode "Wat Kampong Tralach Loeu" bekamen wir natürlich wieder allerhand Infos von unserem Guide, ich habe mir diesmal allerdings nicht sehr viel gemerkt.......ich war durch die vielen Kinder hier etwas abgelenkt......grins
Was ich noch im Kopf habe ist, daß in der Zeit als die Roten Khmer hier ihr Unwesen trieben, diese Pagode als Gefängnis diente.

Wie gesagt, ich habe mich fast nur mit den Kids beschäftigt. Als wir ankamen wurden wir sogleich von ihnen umringt und erfreulicherweise durfte ich feststellen, daß sie schlicht und einfach nur neugierig waren.
In Kambodscha kann es nämlich auch passieren, daß die Erwachsenen ihre Kinder vorschicken um bei den Touristen zu betteln.
Das war hier aber nicht der Fall......diese Kinder freuten sich einfach nur auf etwas Abwechslung in ihrem Alltag und haben uns mit unzähligen Fragen bombardiert - sie wollen wohl einfach nur mit den Touristen ihre Englischkenntnisse aufbessern.
Was natürlich nicht viel Sinn macht wenn man ausgerechnet auf Mamsen trifft......grins.....aber Unterhaltung geht zur Not ja auch mit Händen und Füssen. Ich habe mich jedenfalls bestens unterhalten !
Und während des Aufenthaltes hier an der Pagode hatte ich eine kleine Freundin an meiner Seite, ihr Name war "Vitvit" (wie man den Namen nun wirklich schreibt dürft ihr mich aber nicht fragen.....lach) und sie folgte mir quasi auf Schritt und Tritt. Aber ein ganz liebes Mädchen !
Jedenfalls hat mir das "Plaudern" mit den Kids viel mehr Spaß gemacht als eine Pagodenbesichtigung.
Zurück zum Schiff durften wir dann die Ochsenkarren nutzen. Entschleunigung pur kann ich nur sagen ! Man wird ganz gemächlich an Reisfeldern vorbeigeschaukelt und hofft dabei, daß nicht zu viele Schlaglöcher auf dem Weg sind........denn gemütliches Sitzen ist auf dem Karren kaum möglich.....lach
Später schipperten wir dann weiter und es lohnte sich wieder einen Platz auf dem Deck zu finden um Reisfelder am Ufer und Fischer auf dem Fluss zu bewundern, bevor schließlich die Sonne unterging.






































