Endlich Asien......(Nord-Vietnam.....Teil 3)

 

Neuer Tag - neue Bootsfahrt !

Auch heute durfte ich in See bzw. Fluss stechen, diesmal in Trang An, auch irgendwo zwischen diesen märchenhaften Kalkfelsen im Ninh Binh Tal versteckt. Allerdings war es heute wirklich super mega extrem gigantisch voll von Touristen !!  Die Vietnamesen feiern ja immer noch ihr Neujahr und sind daher selbst an allen möglichen Sehenswürdigkeiten zu finden. Dies war hier in Trang An nicht anders......und ich musste 1,5 Std. für die Bootsfahrt anstehen !!

Zwischendurch hatte ich wirklich schon mal darüber nachgedacht ob eine Planänderung sinnvoll wäre und ich einfach abbreche.....aber der Gedanke "es geht bestimmt gleich weiter" wurde zu meinem Mantra und letztendlich habe ich die Warterei ja überstanden.

 

 

 

Die Bootsfahrt dafür war märchenhaft, wieder durch unglaublich schöne Landschaft, vorbei an verwunschenen Tempeln und durch noch mehr Felstunnel als am Vortag und es hat wirklich Spaß gemacht. Auf diesem Flüsschen allerdings rudern die Damen mit den Armen anstelle mit Füssen........warum auch immer......anstrengend ist es bestimmt genauso.

 

 

Nach einem Lunch mit wieder einheimischen Spezialitäten (auf dieser Reise hab ich wirklich viele Sommerrollen gerollt....zwinker) ging es weiter zur Bai Dinh Pagode. Und die ist einfach nur schön und vor allem beeindruckend !!

 

Mal davon abgesehen, daß das ganze Pagodengelände riesig ist (wohl die grösste buddhistische Anlage in Südostasien), mit herrlichen Parkanlagen, unzähligen Buddhafiguren und funkelnden Goldverzierungen überall, ist es doch auch trotz der vielen Touristen ein sehr ruhiger Ort. Die Vietnamesen wissen sich zu benehmen und respektieren die Heiligen Stätten.

Hier findet wohl auch jährlich ein Lichterfestival statt, wo unzählige Laternen und Lichter die ganze Anlage in einen zauberhaften Ort verwandeln.

 

Aber ich war ja zum Sightseeing hier, also durfte ich erstmal wieder Stufen hochlaufen ! (schnauf......die Dampflok lässt grüssen). Dieses Mal waren es jedoch nur ca. 300 (trotzdem noch viel für mich.....) und vor allem mit weniger Höhenunterschied zwischen den einzelnen Stufen und besserem Zustand. Heute war der Berg also etwas leichter zu erklimmen.

Der Weg führte übrigens auf der Rückseite des Berges hoch, auf dessen anderen Seite sich die neue Pagodenanlage befindet. Doch wenn man quasi von hinten kommt, dann kann man zuerst mit den alten Pagoden beginnen, die im Berginneren zu finden sind.

Man spaziert durch mehrere (angenehm kühle.....freu) Höhlen, in denen sich jeweils Altäre mit Opfergaben und jeder Menge Buddha- und Götterfiguren befinden und da war auch noch was mit Berggeistern (erinnere mich leider nicht mehr genau), und auf der anderen Seite kommt man dann sozuagen oberhalb von den neuen Tempeln raus.

 

 

 die drei grössten Buddhas der Anlage

 

Im grössten neuen Tempel (der ganz oben am Hang) stehen drei riesige Buddhas (je einer für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) und als ich in die Pagode trat, war ich fast geblendet und mir entkam erstmal ein "WOW".

Die 10-Meter-hohen Figuren sind mit funkelndem Gold überzogen und auch der Raum an sich wirkt als wäre man in eine Goldgrube gefallen.

Und an den Wänden der Pagode waren unzählige kleine Buddhas plaziert die von Leuten gependet wurden. Für einen gewissen Betrag (keine Ahnung wieviel....) lässt man so einen kleinen Buddha herstellen und nach Rücksprache mit der Pagodenverwaltung und einem entsprechenden Antrag wird dieser kleine Buddha dann dort ausgestellt, mit einem kleinen Namensschild des Spenders versehen. Es waren jedenfalls unglaublich viele Leute die so einen Buddha gespendet haben (und es kann ja immer noch gespendet werden), in allen Pagoden, Nischen und Treppenaufgängen sind sie zu finden.

 

 Arhat-Statuen

 

Wenn man dann den Hang, an dem die neueren Pagoden stehen, wieder nach unten spaziert (es sind mehrere hundert Meter), geht man durch unendlich lange Gänge in denen Hunderte von Arhat-Statuen stehen. Und alle haben einen individuellen Gesichtsausdruck. Ausserdem hat jede Figur schon eine blankgerubbelte Stelle, denn Buddharubbeln soll ja Glück bringen.....zwinker.

Wobei noch erwähnt werden sollte, daß es sich bei Arhats eigentlich um die Jünger Buddhas handelt. Doch beim Anblick der Rubbelstellen war mir klar, daß auch diese Glück bringen müssen.....lach.

 

Mittlerweile war es schon wieder Nachmittag und wir mussten allmählich die Rückfahrt nach Hanoi antreten, meine Zeit hier im wunderschönen Ninh Binh Tal war vorbei.

 

Die Rückfahrt nach Hanoi war dann noch mal eine Geduldsprobe, es war unglaublich viel Verkehr.....wieder mal wegen der vietnamesischen Touristen die nach ihrem zweiwöchigen Neujahrs-Urlaub wieder nach Hause und zurück zu ihrer Arbeit mussten.

 

Gegen Abend war ich dann froh, wieder im kühlen Hotelzimmer entspannen zu können, wobei das mit der Entspannung nur so halbwegs funktionierte.

Denn ich informierte mich wieder über die neuesten Nachrichten und mir war klar, daß ich nun aufgrund der Lage im Nahen Osten eine Lösung für meinen Rückflug finden musste. 

 

Bereits am Morgen, noch bevor ich zu der Bootsfahrt abgeholt wurde, hatte ich einfach nur mal so informationshalber ein paar Flüge gecheckt und da war es auch noch kein Problem eine Alternative zu finden, die nicht den Weg über Dubai nehmen würde. 

Nun am Abend sah es ganz anders aus ! Es waren nur noch wenige Flüge frei, und vor allem nur noch Business-Class-Plätze ! Innerhalb von Stunden hat also wohl Gott und die Welt den gleichen Gedanken gehabt und nach Flügen von Ost nach West gesucht und vor allem schon fleissig gebucht.

Da blieb mir also nichts anderes übrig als in den sauren Apfel zu beißen und einen Flug in der Business-Class zu nehmen. Hauptsache ich würde in einigen Tagen nach Hause kommen. Zumindest hat die Buchung meine Stimmung aufgelockert.....denn ehrlich gesagt war ich schon ganz schön am Grübeln ob das alles gut gehen würde. 

  

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